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Aquarium
Alles ĂŒber unsere Malawisee-Aquarien

Stevens 720L - felsige Übergangszone (NEU)

 
Folgend möchte ich Euch mein Becken nach dem Umbau auf HMF vorstellen.
Es wurde nicht nur die Filtermethode, sondern auch die gesamte Einrichtung inkl. Sand ĂŒberarbeitet. An den Lichtsettings habe ich auch etwas gespielt.
 
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Einleitung:

Hier wird von "felsiger Übergangszone" gesprochen und NonMbuna & Mbuna gepflegt. Man könnte meinen, dass das alles irgendwie nicht wirklich zusammen passt. Dennoch habe ich mir bei der gesamten Gestaltung und dem Besatz etwas gedacht. 
Die von mir gepflegten Arten sind alle in der eher felsigeren Region anzutreffen. Von einer reinen Felszone ist hier aber noch nicht zu sprechen. Die Aussage ist natĂŒrlich nicht fĂŒr alle Arten der jeweiligen Gattungen zutreffend. Somit möchte ich hier nicht den Anschein erwecken, dass Aulonocara generell eher felsig leben (Der jacobfreibergi-Komplex schon...). Die einzelnen LebensrĂ€ume sind bei uns im Artenverzeichnis zu finden.
 
Mbuna und NonMbuna gemischt? Ja auch das geht - Sofern man einige Punkte beachtet. Auch bei diesem Thema gilt "KEINE PAUSCHALISIERUNG!" Dazu kann ich euch den Beitrag "Vergesellschaftung - Mbuna mit NonMbuna" von Rebecca Tieseler ans Herz legen.
Ich versuche, die LebensrĂ€ume in meinen Aquarien so realistisch und sinnvoll, wie mir nur Möglich nachzustellen. Dennoch möchte ich auch direkt klar stellen, dass dies nicht immer der richtige, oder beste Weg ist. Viele Wege fĂŒhren nach Rom!
 

GrĂ¶ĂŸe:

200x60x60cm = 720 Liter
 

Grundinformationen zum Aquarium:

Ich habe das Becken von der Firma Aquariumbau Ennigerloh vor Ort, direkt auf dem Unterschrank kleben zu lassen.
Bevor Ennigerloh das Aquarium geklebt hat, habe ich die RĂŒckscheibe, sowie beide Seitenscheiben mit matt schwarzer D-C-Fix Folie foliert. Zum einen erzeugt dies eine schöne (optische) Tiefe. Zum anderen kommen Schattenzonen sehr gut zur Geltung. Ein weiterer Vorteil ist, dass die Tiere wirklich nur durch die Frontscheibe schauen können und sich im Aquarium geschĂŒtzter fĂŒhlen, als wenn von 2-3 Seiten ins Aquarium geschaut werden kann. Jede Bewegung könnte also Stress fĂŒr die Tiere bedeuten.
Als Unterschrank dient ein Stahlgestellt, welches komplett mit Holz verkleidet ist (4 TĂŒren) und ebenfalls mit d-c-fix Folie foliert wurde (Buche & grau). Im Schrank ist genĂŒgend Stauraum fĂŒr die Technik und Zubehör.
Die Abdeckung wurde ebenfalls im Buchedesign gewÀhlt.
 

Bodengrund:

Der Bodengrund ist ein gemisch aus folgenden Sanden:
 
2/3 Schicker Mineral natur beige 0,4mm - 0,8mm
1/3 Schicker Mineral natur grau 0,8mm - 1,6mm
 
Das ganze aufgelockert mit Sandsteinkies. 
 
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Aquarienpflanzen:

Die von mir gepflegten Arten kennen in ihrer natĂŒrlichen Umgebung keine Pflanzen. Aus diesem Grund wurde auf Pflanzen in diesem Becken verzichtet.
Algen sind natĂŒrlich erwĂŒnscht und wachsen inzwischen auch fleißig. Auf meine schöne dicke Kieselalgenpatina bin ich inzwischen wirklich stolz! Folgenes Video zeigt die Patina aus dem alten Scape.
 
 

Weitere Einrichtung:

Zur Gestaltung kamen in dem Becken Riverstones und Module der Firma RockZolid zum Einsatz, um eine recht felsige Ăœbergangszone zu erzeugen.
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Die Gestaltung wurde in erster Linie dem Besatz angepasst, welcher zum grĂ¶ĂŸten Teil in der felsigeren Übergangszone lebt. Dennoch wurden "genĂŒgend" freie SandflĂ€chen erhalten. Die Höhlen sind auch alle mit Sandigem Untergrund.
 
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Um zusĂ€tzlich zur schwarzen RĂŒckwand noch ein wenig extra Tiefe zu suggerieren, wurden Module von Rockzolid an der RĂŒckwand angebracht.
Desweiteren wurde bewusst viel Wert auf große Felsbrocken gelegt, um Reviere und entsprechenden Sichtschutz zum nĂ€chsten Revier zu schaffen. Dennoch bietet die Gestaltung genĂŒgend freien Schwimmraum.
Da ich einige Arten pflege, die sich gerne in Höhlen zurĂŒck ziehen, wurde bei den Modulen darauf geachtet, dass diese durch-/hinter-/unterschwimmbar sind. Bei der richtigen Gestaltung sind die meisten Höhlen fĂŒr den Betrachter unsichtbar, was den Tieren sehr entgegen kommt, da sie sich hier perfekt zurĂŒck ziehen können, wenn sie möchten.
Kleiner Tipp: Die Module schrĂ€g in den Sand stellen. So können die hohlen Module als Höhlen genutzt werden.
 

Beleuchtung:

Lichtquellen:

2x Daytime Cluster Control 20.1 UBRW (links und rechts)
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1x Lumlight 375mm (2x kaltweiß RGB)20170719 140908
 

Anordnung der Lichtquellen:

Links und rechts strahlt jeweils ein 20.1 Cluster. ErgĂ€nzt durch die Lumlight, die auf der Mittelstrebe liegt und die RĂŒckwand der Abdeckung anstrahlt, damit sie nur Streulicht ins Becken abgibt. Somit ist der mittlere Beckenteil nicht direkt beleuchtet.

Steuerung der Lichtquellen:

- GHL Profilux PLUS 2
- 2x LEDControl4 v2 (driver)
Somit sind Spielereien, wie Wolkenflug, Gewitter und Regentage möglich. 
 

NatĂŒrliche Lichtfarben unter Wasser:

Um dem natĂŒrlichem Licht unter Wasser entgegen zu kommen, wurde gĂ€nzlich auf den Farbton "rot" verzichtet. Denn mein Besatz lebt ab 10m Tiefe im See. Da ab 10m Tiefe das rote Licht komplett absorbiert ist, sah ich keinen Sinn, die roten LEDs in der Lampen zu steuern.
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Filtertechnik:

Gefiltert wird mittels 2 HMF und je 2 Lufthebern. Betrieben werden die HMF mit einer Hailea 9730 an einer Druckdose, da bei uns Wohnzimmer 3 (bald 4) Becken mit dieser Pumpe versorgt werden.
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Weitere Technik:

Aquariumcomputer:

- GHL Profilux PLUS 2
- 2x LEDControl4 v2 (driver)
- 2x GHL Steckdosenleiste STDL4-4-D
- Temperatursonde
 

Strömungspumpe:

Auf eine Strömungspumpe wird nach dem Umbau VORERST verzichtet. Hier werde ich beobachten, wie sich die das gesamte System ohne Strömungspumpe macht.
 

Temperatursteuerung:

Die Temperatursteuerung ĂŒbernimmt mein GHL Profilux PLUS2 im Zusammenspiel mit einer 4er GHL Steckdose und einem Temperatursensor am Profilux.
Außerdem ist eine Nachtabsenkung von 1°C der Temperatur programmiert.
Geheizt wird mit einem JĂ€ger Heizstab mit 300W von Eheim, der wie oben beschrieben ĂŒber den PL gesteuert wird.
 

Besatz:

Der Besatz bleibt der alte.
 
 
Beitrag: Steven Sasin
Bilder: Steven Sasin