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Bodenbewohner
Artenverzeichnis

Aethiomastacembelus shiranus

Aethiomastacembelus shiranus
 

GrĂ¶ĂŸe:

bis zu 30cm lÀnge.
 

ErnÀhrung:

Aethiomastacembelus shiranus ernĂ€hrt sich omnivore, das heißt er ist ein allesfresser.
Im Aquarium ist er an Frost und Lebendfutter wie Mysis oder auch roten und weißen MĂŒckenlarven zu gewöhnen, auch Flockenfutter wird gerne vom Bodengrund oder von der WasseroberflĂ€che aufgenommen. Die FĂŒtterung erfolgt ĂŒber eine einfache, klare Flasche, in der vorher das Futter eingefĂŒllt wurde.
Ich habe mich fĂŒr die FĂŒtterung von Frostfutter entschieden, da Lebendfutter hier schwer zu bekommen ist und es ansonsten aus der Flasche ins Becken entkommen könnte, was meinen Mbuna auf Dauer sicher nicht bekĂ€me.
Anfangs gab es schwierigkeiten, die Aale in die Flasche zu bekommen, die Flasche wurde zwar wahr genommen, das Frostfutter allerdings nicht. Lebendfutter wird aufgrund der Bewegung wohl schneller wahr genommen. Hier hat es geholfen, dass Futter in der Flasche mit einer Taschenlampe zu beleuchten, es hat keine Minute gedauert, bis sie das Futter und die Öffnung der Flasche entdeckt hatten. GefĂŒttert wird bei mir drei bis vier mal die Woche je ein WĂŒrfel Frostfutter pro Tier.
 

Verhalten:

Die Aale sind sehr neugierig und zutraulich, bei Arbeiten im Becken wird die Hand sofort inspiziert. Öffnungen am Becken sollten auf jeden fall ausreichend abgesichert werden! HierfĂŒr habe ich einen Filterschwamm zugeschnitten und so die DurchfĂŒhrungen in der Abdeckung abgedichtet.
Aethiomastacembelus shiranus kann man hĂ€ufig zusammen beobachten, allerdings kann es ab und an auch mal Reibereien geben, dies beobachte ich vermehrt bei der FĂŒtterung.
Eine Haltung im Artenbecken ist erstrebenswert. Eine Vergesellschaftung mit Fischen ist zwar auch möglich, sollte aber nur unter Betracht gezogen werden, wenn man keine  RĂ€uber oder derart große Fische hĂ€lt. Diese könnten die Aale unter UmstĂ€nden als Beute ansehen.
 

Info:

Die Geschlechter lassen sich optisch nicht unterscheiden. Man sagt, dass Weibchen, wie bei anderen Aal-Arten etwas fĂŒlliger/dicker werden, als MĂ€nnchen. Dies wĂ€re dann aber nur bei ausgewachsenen Tieren zu sehen.
FĂŒr die Haltung von Aethiomastacembelus shiranus sollte auf jeden fall ausreichend Bodengrund vorhanden sein, da die Tiere sich gerne eingraben. Die shiranus können ausgewachsen den Durchmesser eines 50cent StĂŒcks erreichen, deshalb ist eine Höhe von mindestens 5cm empfehlenswert.
ZusĂ€tzlich sollten genĂŒgend Verstecke vorhanden sein.
Die Zucht von Aethiomastacembelus shiranus im Aquarium ist bisher noch nicht geglĂŒckt.
 

AquariumgrĂ¶ĂŸe:

FĂŒr die Haltung im Artenbecken ist ein Becken ab 120cm KantenlĂ€nge und 60cm Tiefe empfehlenswert. In Vergesellschaftung mit Fischen sollte die KantenlĂ€nge nicht weniger als 150cm KantenlĂ€nge und 60 Tiefe betragen.
 

Erfahrung aus der Community:

Anmerkung zur Rubrik "Erfahrungen aus der Community":
Folgende Erfahrungen spiegeln nicht immer die eigentliche Charaktereigenschaften der jeweiligen Arten wieder. Die folgenden Erfahrungen sind auch immer vom Beibesatz und der BeckengrĂ¶ĂŸe, sowie der Einrichtung abhĂ€ngig.
Somit dienen die Erfahrungen nur als kleiner Anhaltspunkt und NICHT als sichere Artbeschreibung.
Ein Erfahrungsbericht von Markus Bredehöft:

Diese Stachelaale sind nicht alltÀgliche und besondere Vertreter aus dem Malawisee, ich halte diese Tiere nun seit zwei einhalb Jahren und habe unterschiedliche Erfahrungen gemacht.

Sie leben teilweise sehr zurĂŒckgezogen oder schwimmen stĂ€ndig das Becken auf und ab, die Tiere unterscheiden sich in der hinsicht ziemlich. Wichtig sind auf jeden Fall viele RĂŒckzugsmöglichkeiten. Sie suchen sich gerne Höhlen unter Steinen, wo sie sich auch im Sand vergraben und die sie auch gegen Artgenossen verteidigen.

Aggressionen gegenĂŒber Fischen konnte ich nie beobachten, lediglich Jungfische werden ins Visier genommen und regelrecht gejagt. Anders herum konnte ich beobachten, wie gerade Non Mbuna die Aale gerne "anfallen". Dies hĂ€ngt sicherlich mit dem natĂŒrlichen Verhalten der Non Mbuna zusammen. Die Vergesellschaftung mit Mbuna zeigte sich als deutlich entspannter fĂŒr die Aethiomastacembelus shiranus.

Eine Haltung mit Synodontis Arten ist nur bedingt möglich und kommt sicher auch auf den Charakter der Tiere an. Bei mir gab es mit dem Synodntonis njassae nur anfangs schwierigkeiten, danach war alles entspannt und die Tiere gingen sich aus dem Weg. Anders mit den Synodontis petricola, welche die Aale stÀndig gehetzt und gebissen haben, was auf die gesamte petricola Truppe zu traf.
Innerartlich sind die Tiere recht entspannt und verteidigen nur ihre Höhle gegen Artgenossen, des öfteren konnte ich beobachten wie die shiranus auch die NÀhe der Artgenossen gesucht haben und sich alle auf einem Fleck aufhielten.

Wichtig ist auf jeden Fall, dass das Becken gut abgedichtet ist, da die Tiere wirklich sehr neugierig sind. Auch bei der Filterung ĂŒber einen HMF sollte dieser ordentlich abgesichert sein. Wenn man also ein paar Punkte beachtet macht die Haltung von Aethiomastacembelus shiranus wirklich Spaß.
 
 
 
 
Beitrag: Markus Bredehöft 
Bilder: Markus Bredehöft; Bianca Seisenberger
Video: Markus Bredehöft