Aquarium
Alles ├╝ber unsere Malawisee-Aquarien

Malawi Mbuna Traum

Wir freuen uns, euch den "Malawi Mbuna Traum" von Thorsten Wendt vorstellen zu d├╝rfen. Das Aquarium steht au├čer Konkurenz und fasst stolze 1840L. 
Wenn man hier von "Malawi Mbuna Traum" spricht, ist das nicht einfach nur ein Name, der dem Aquarium gegeben wurde. Nicht nur viele Malawi-Halter w├╝nschen sich so ein Aquarium... Nein. Auch unsere Fische w├╝nschen sich so einen "Tempel". 
Thorsten Wendt hat sich den Traum hier nicht nur selber erf├╝llt. Er hat damit auch seinen Fischen ein Biotopaquarium der Extraklasse geg├Ânnt. 
Wenn wir sagen, dass dieses Aquarium eines der BESTEN Malawiseeaquarien in privater Hand ist, ├╝bertreiben wir definitiv NICHT. Umso mehr macht es uns exstrem stolz, dieses Aquarium pr├Ąsentieren zu d├╝rfen.
Nun ├╝berlassen wir Thorsten das Wort:
 
gesamt
 

Mein Malawi Mbuna Traum:

Das Hobby Aquaristik begleitet mich nun seit ca. 40 Jahren, und irgendwann hat mich doch das Malawi-Fieber gepackt ;-)  Mein Malawi Mbuna Traum wird war.

Der Job machte es m├Âglich, wieder in die alte Heimat zur├╝ckzuziehen, hier hatte ich die M├Âglichkeit, eine Ecke von 2.4 x 1.2 x 2,4 Meter f├╝r dieses tolle Hobby richtig zu nutzen.
Das tat ich wie folgt.
 

Der Unterbau:

  • 2x21mm Siebdruckplatten ├╝bereinander, f├╝r die bessere Gewichtsverteilung/Krafteinleitung in den Boden
  • starke Item Alu-Profile (Profil 8 80x40) als Unterkonstruktion
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Der Unterbau stand, nun konnte das Becken kommen.
Da ich in der Zeit beruflich komplett in ├ľsterreich war, musste ich gut Planen,
und die Wochenenden alle 4 Wochen waren intensiv.
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Am 30.05.2015 war es dann so weit,
Das Becken 230x100x80 cm,  wurde durch Andy und seinem Kollegen von der Firma Diamantaquarien vor Ort geklebt. Frontscheibe besteht aus Wei├čglas 15mm.
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Bei der Schichtdicke des Klebers, brauchte es seine Zeit . . .
abgedeckt und angefeuchtet konnte er in Ruhe aush├Ąrten.
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Nun musste ich f├╝r mich das Thema Filterung Kl├Ąren.
Da ich den Platz unter dem Becken nicht einem Filterbecken opfern wollte
(2 x Aufzucht - Ausweichbecken sollen darunter Platz haben),
war ich schnell bei dem MKIF Prinzip (Mehrkammerinnenfilter). Mit Au├čenfiltern habe ich zwar jahrelang gute Erfahrungen gemacht, aber bei dem Becken kam es f├╝r mich, aus Betriebskostengr├╝nden ├╝berhaupt nicht  in Frage.
In einem ehemaligen Entenstall habe ich mir die Ma├če vom Becken mit Abklebeband markiert und  mit der visuellen Planung der inneren Werte begonnen ;-)
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Als Fan vom Hamburger Mattenfilter, baute ich mir 2 Filter-Module, die nach dem bekannten Prinzip funktionieren.
Von vorn ein R├╝ckwand/Felsmodul von hinten eine Art MKIF. (Mehrkammerinnenfilter)
Das Linke Hauptfilter/R├╝ckwandmodul besteht aus einer Vorfilterkammer mit Schmutzabsaugung. Somit habe ich einen Nachteil vom HMF gleich erschlagen.
Da hier der Wasserabfluss durch eine Bodenbohrung durchgef├╝hrt wird, (direkte Verbindung zum Abfluss durch Kugelhahn) wird bei jedem Wasserwechsel Kot und Schmutzteile direkt in den Abfluss geleitet.
Die Zweite Kammer ist dann ein doppelter Mattenfilter, die dritte Kammer ist die "Klarwasserkammer" gef├╝llt mit Sinterglas und einer Tunze 6045 (4500l/h - bei 7Watt).
Sie pumpt das Wasser zur├╝ck ins Becken.
Zus├Ątzlich gibt es eine einstellbare Oberfl├Ąchenabsaugung (Kamm├╝berlauf).

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Das rechte Filter/R├╝ckwandmodul ist genau so aufgebaut wie das linke, nur ohne Vorfilterkammer.
Hier habe ich mich f├╝r die rein biologische Langzeitfilterung entschieden, viele Ansaugl├Âcher reduzieren die Flie├čgeschwindigkeit (Kotreste werden nicht/kaum angesaugt).
Somit komme ich hier, ohne Vorfilter aus.
Die Filterkammer besteht wieder aus einem doppelten Mattenfilter, die zweite Kammer ist die Klarwasserkammer gef├╝llt mit Sinterglas.
Die Arbeit ├╝bernimmt hier eine Tunze 6025 (2800l/h - bei 5Watt)
Zus├Ątzlich gibt es wieder eine einstellbare Oberfl├Ąchenabsaugung (Kamm├╝berlauf)
Zur Sauerstoffanreicherung und PH-Wert Einstellung verwende ich 4 runde Teichbel├╝fterplatten vor den Matten.
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Zum besseren Funktions-Verst├Ąndnis, siehe  Str├Âmungs- /Filterskizze.
In der Summe habe ich so ca. 7300l/h Filterleistung bei 12 Watt . . .
das finde ich richtig genial ;-)  Somit wird die Brutto-Litermenge von ca. 1800Liter,
ca. 4 mal in der Stunde durch die Filter geschickt.
Hier zu sehen, das linke Hauptfilter/R├╝ckwandmodul mit Vorfilter/Schmutzkammer.
Die Bodenbohrung f├╝r Wasserwechsel ist zu erkennen.
Habe sie mit  Orca Unterwasserkleber noch komplett eingeklebt, wollte mich nicht auf die
"handels├╝bliche" Dichtung verlassen.
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Beide Filter/R├╝ckwandmodule mit Orca-Unterwasserkleber eingeklebt,
und das Obergestell entwickelt sich auch langsam.
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Filter komplettiert, und Becken bef├╝llt.
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Die Siebdruckplatte unter dem Becken, habe ich mit 4cm ├ťberstand zu allen Seiten bedacht.
So konnte ich das Alu-Obergestell, als Beckenschutz/Umrandung und Technik-board,
einfach auf den 4cm ├ťberstand stellen.
Alle ├ľffnungen (au├čer die Frontscheibe ;-) werden noch mit Schiebet├╝ren verschlossen.
Und f├╝r die Frontscheibe dient die Alu-Verkleidung unten, als eine Art Kiesblende.
Die Styrodur-Unterlage ist somit auch gleich verdeckt.
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Frisch mit Rockzolid Modulen und etwas Echtstein eingerichtet,
sah es dann Ende 2015 ungef├Ąhr so aus.

Ansicht von Rechts:

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Ansicht von Links:

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Im Sommer 2016 habe ich dann noch einige Module gebaut, um mehr r├Ąumliche Trennung f├╝r Reviere zu generieren. Dieses Mal mit Felsplatten aus Glasfaserbeton der Firma "Stone Illusion"
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Ich kaufte eine Palette mit ca. 3 Quadratmetern Bruchst├╝cke dieser Felsabdruckplatten,
und baute mir einige gro├če Module.
Das sah dann ungef├Ąhr so aus.
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Im Gegensatz zu den ersten Filtermodulen, habe ich hier  ├Ąu├čerlich auf die Breddermann-Epoxidbeschichtung verzichtet. Durch die rein mineralische Oberfl├Ąche erhoffe ich mir einen besseren Kieselalgen-Wachstum, der unverzichtbar f├╝r meine geliebten Mbuna┬┤s ist.
 

Nach dem Umbau, sieht das Becken nun so aus:

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Filter- und Str├Âmungsskizze:

Str├Âmung1
Str├Âmung2
 
Anstr├Âmgeschwindigkeiten an den Matten, nach der bekannten Formel.
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Linker Hauptfilter mit Tunze 6045.
V1 = 75 l/min x 1000/7600 cm┬▓ = 9,87 cm/min
 
Rechter Filter mit Tunze 6025.
V2 = 46,7 l/min x 1000/7600 cm┬▓ = 6,14 cm/min
 

Verwendete Technik im ├ťberblick:

Steuerung ├╝ber GHL Profilux 3.1N eX Ultimate - Set, Schuko
dazu 2x PLM-4L Erweiterungskarten f├╝r maximale Farbkanalverwaltung
 

LED Beleuchtung:

  • 4x Daytime Cluster Control 40.2 Ultra Blue Red White
  • 2x Mitras Lightbar Deep Actinic 40cm
3x LEDControl4V2 f├╝r die Daytime Cluster Control.
 

Str├Âmungspumpen:

  • 1x SICCE XStream 8000 Str├Âmungspumpe(8000l/h bei 12 Watt)
  • 1x Hydro Wizard ECM 42 (11280l/h bei 33Watt)
 
Die XStream ist meine "immer an" Str├Âmungspumpe. Sie sorgt, bei der Grundfl├Ąche 230x100cm, f├╝r  eine angenehme leichte Str├Âmung, zusammen mit den beiden Filterausg├Ąngen (Tunze 6045 und 6025).
str├Âmungspumpen
Die Hydro Wizard ECM 42 ist eine besondere Str├Âmungspumpe und speziell auf "Schubkraft" konzipiert. Nachdem sie mir mehrfach Mbuna┬┤s in ca. 4cm angesaugt/zerkleinert hatte, bekam sie ein Edelstahl-Lochblech-Umhang. Da die Mbuna┬┤s bei der F├╝tterung ja nur Augen f├╝r┬┤s Futter haben, wurden bei mir tats├Ąchlich mehrmals einige Fische angesaugt und geschreddert.
Wozu braucht man so ein Str├Âmungsmonster? Ganz einfach.
Bei der Beckenh├Âhe von 80cm, hat man es schwer, f├╝r Reinigungsarbeiten an den Bodengrund zu kommen. Dank der Pumpe brauche ich das nicht mehr, nur noch die Frontscheibe regelm├Ą├čig reinigen. Alle Schmutz- und Fisch-Kot-Partikel werden zuverl├Ąssig durch diese Pumpe zur Haupt-Schmutzansaugung transportiert. Sie l├Ąuft nur 3x am Tag f├╝r ne gute Stunde, und macht ihren Job hervorragend. Dabei l├Ąuft sie nur mit ca. 60% von ca. 11000 l/h. Macht ca. 20 Watt bei ca. 7000l/h.
 

Profilux Touch:

├ťber die Touch-Fernbedienung l├Ąsst sich vieles einfacher steuern und man hat gewisse Parameter immer "sichtbereit". Habe mich f├╝r die st├Ąndige Anzeige der Sensoren entschieden.
 lcd
 
Hier zusehen, die vier Mess-Elektroden vom GHL-Set. Habe sie einfach zwischen Matte und Schlitzrohr gesteckt, somit den Elektrodenhalter gespart.
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Heizung:

2x 500 Watt LED Regelheizstab, gesteuert ├╝ber den genaueren GHL-Temp.Sensor, dazu ├╝ber die Zeitschaltuhrfunktion in der Nacht deaktiviert. So erh├Ąlt man eine einfache nat├╝rliche Nachtabsenkung.
 

Membranpumpen:

Membranpumpen machen immer Ger├Ąusche, die im Innenbereich oft l├Ąstig sind. Durch akkustische Kapsellung oder raumtechnische Auslagerung, l├Ąsst sich das Problem am Besten l├Âsen. Ich fahre seit Jahren sehr gut mit einem einfachen Licht-Dimmer. Idealer Weise dimensioniert man die Leistung der Pumpe mind. 30-40% h├Âher, um sie dann, mit dem Dimmer, dem genauen Bedarf anzupassen.
Klingt ggf. unlogisch. Hat aber folgende Vorteile:
  • immer vorhandene Reserve, falls es doch ein Luftheber mehr sein soll
  • durch die Drossellung ergibt sich eine deutliche L├Ąrmreduzierung
  • der Stromverbrauch reduziert sich drastisch
  • die Lebensdauer der Membrane erh├Âht sich drastisch
  • man kann den genau ben├Âtigten Druck exakt einstellen
 
Hatte so eine V20 gute 4 Jahre im Dauerbetrieb, ohne Reparatur und ohne Leistungsreduzierung.
Fahre zur Zeit, mit dem Prinzip, eine HI Blow XP60 bei ca. 120mbar und max. 20Watt.
├ťber eine 40mm Druckdose, versorge ich damit alle meine 3 Becken.
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Anmerkung:

Der Lichtdimmer ist nat├╝rlich nicht daf├╝r gemacht, es ist auch keine komplett/lineare Steuerung, ab ca. 50% Drossellung, kann die F├Ârderleistung auf Null gehen.
Vom Ergebnis bin ich aber dennoch sehr begeistert (gut und g├╝nstig).
Ob es so bei allen Membranpumpen geht, weis ich nicht. Das h├Ąngt immer vom E-Antrieb ab. Kann nur sagen, das es mit der V-Serie und wahrscheinlich mit allen HI-Blow Membran-Pumpen geht.
 

Bodengrund:

Echter Flusssand, handverlesen.
  • K├Ârnungen von 0,3 - 0,8 mm als Basis
  • K├Ârnungen von ca. 0,6 - 1,4 mm als zweitgr├Â├čter Bestandteil
  • K├Ârnungen von ca. 2 - 15 mm als Deko oben drauf
 

Aquarienpflanzen:

Braucht ein Malawi-Mbuna-Becken nicht, alle N├Ąhrstoffe sollen dem Algen-Aufwuchs dienen, ohne dem meine geliebten Felsenflitzer, nicht richtig gesund w├Ąren.
 

Futter f├╝r Mbuna┬┤s:

  • Hauptflocke Sera Flora
  • Tropical 3-Algea Flakes
  • S├Âll Super Kelp Flakes (nur noch Reste)
  • S├Âll Super Kelp Pellets (nur noch Reste und lange Aufquellen)
  • Aquafood Spezialmischung Genzel (nur ca. alle 2 Wochen ganz wenig)

    mit "Zeaxanthin":hinzuf├╝gen
    mit "Beta Glucane":hinzuf├╝gen
    Korngr├Â├če:Gr├Â├če 1 (0,4-0,6mm)
  • Selbstgemachtes Frostfutter pflanzliche Bestandteile mit ein paar Garnelen.
(nur alle 2 Wochen als Erg├Ąnzung)
 
Besatz:
Der endg├╝ltige Besatz wird sich die n├Ąchsten Jahre noch entwickeln, auf alle F├Ąlle eine gro├če Gruppe Msobo Magunga mit mind. 5 M├Ąnnchen in Farbe. Werde diesen Sommer dazu wieder Reviere und Strukturen im Becken verbessern.
 
Anmerkung von Malawi-Germany:
Wir m├Âchten uns recht herzlich bei Thorsten f├╝r diese ausf├╝hrliche Aquariumvorstellung bedanken und m├Âchten gerne nochmal erw├Ąhnen, dass es sich bei diesem Becken hier um ein Biotopaquarium der Extraklasse handelt!
DANKE THORSTEN!
 
 
 
Author: Thorsten Wendt
-> Anmerkungen von Malawi-Germany (orange): Steven Sasin
Bilder: Thorsten Wendt
Video: Thorsten Wendt