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Aquarium
Alles ĂŒber unsere Malawisee-Aquarien

Vom Solarium zum Traumbecken

Wir sind stolz, euch das neue Traumbecken von Sören vorstellen zu dĂŒrfen. Der Titel lĂ€sst schon erahnen, dass hier ein grandioser Wandel stattgefunden hat. Dazu aber spĂ€ter mehr - mit einer "kurzem" Geschichte zum Wandel des Beckens. 
Becken

Zuerst ein paar Daten zum Becken:

Filter:

Eheim Professional 3
 

Strömungspumpe:

Ebenfalls ein Fabrikat der Marke Eheim
 

Heizung:

Als könnte man es ahnen... Ebenfalls ein GerÀt der Marke Eheim
 

Besonderheit:

Es ist ein UV-KlĂ€rer verbaut. Über die Sinnhaftigkeit lĂ€sst sich streifen. Sören fĂ€hrt mit der Konstellation gut. Dementsprechend: Never change a running system ;)
 

Licht:

2 Quer angebrachte "no name" LED-Leisten werden mittels TC420 gesteuert und setzen die Einrichtung und den Besatz in Szene!
 
Becken3
 

Einrichtung:

Bodengrund:

Der Bodengrund besteht aus einem Sandgemisch aus feinem Quarzsand (0,1 - 0,3mm) und einem steingrauem Sand mit eine etwas gröberen Körnung (0,8 - 1mm)
 

Hardscape:

Zum Einsatz kamen hier verschiedene Module und Riverstones der Firma RockZolid. Außerdem wurden Echtsteine aus der Isar eingebracht. Eine wirklich runde Mischung!
 

Besatz:

Über die Besatzzusammenstellung lĂ€sst sich sicherlich streiten. Wir möchten hier aber keinen Streit vom Zaun brechen und lassen Sören seine Erfahrungen mit dem o.g. Besatz sammeln und drĂŒcken ihm und den Tieren die Daumen, dass dies so klappt.
 
Becken5
 

Wir ĂŒberlassen Sören nun das Wort fĂŒr eine kleine Geschichte zu diesem Becken (Am Ende wartet noch ein Einblick in das alte Becken):

 
Hallo zusammen
Wie bei vielen Malawi-Infizierten stand am Anfang die Frage: Meerwasser oder SĂŒĂŸwasser?
Was jedoch schon feststand, war, "Ein großes Becken muss her" 200x60x60 sollte es sein.
Nach monatelanger Suche bin ich bei einem örtlichen Aquaristikladen in MĂŒnchen, der selbst auch Aquarien vom Aquarienbauer vertreibt, fĂŒndig geworden. Da das Becken bereits Bohrungen fĂŒr Außenfilter etc. hatte, habe ich mich dazu entschlossen auch ĂŒber einen Außenfilter zu filtern.
 
Nun ging es an die Überlegung ob Meerwasser oder doch SĂŒĂŸwasser.
Nach vielen Jahren Aquaristik, meist SĂŒdostasien (Fadenfische) und SĂŒdamerika (Salmler), haben mich schon immer die Buntbarsche aus dem Malawisee interessiert. Vor dem Hintergrund, dass bei uns damals in absehbarer Zeit ein Umzug anstand, habe ich mich gegen ein Meerwasserbecken entschieden.
 
Korallen und Kleinstlebewesen aus einem laufenden Meerwasserbecken umzuziehen ist dann doch eine riesige Hausnummer.
Malawi sollte es also sein!
Nach weiteren Wochen stöbern im Netz, um sich Infos zum Besatz zu holen, habe ich mich dann zu einem Mbuna Becken entschieden. Aber, wie ein Biotop-Aquarium aussieht, wusste ich zu diesem Zeitpunkt nicht. Ich habe mich also kurzerhand dazu entschlossen, ein Meerwasser Riff nachzubauen.
 
Es sieht ja schließlich schick aus
 Dachte ich zumindest.
Weißer extrem feiner Quartzsand und große Riff-Keramik haben also den Weg in mein Becken gefunden. Und weil es ja Mbuna sein sollten, noch eine Handvoll Steine aus der Isar. Wenigstens etwas Natur, dachte ich mir. Dazu noch eine "Barsch-gerechte" Anubias und eine hĂŒbsche blaue RĂŒckwandfolie die man extra mit einem Kleber befestigen musste. Änderte jedoch nichts an der Tatsache, dass ĂŒberall LufteinschlĂŒsse waren.
 
Wenn es kein Malawibecken gewesen wĂ€re, wĂ€re es sicher ein hĂŒbsches Becken gewesen. Aber nach und nach musste ich feststellen, dass mein „Scaping“ so gar nicht zur Welt der Malawi-Buntbarsche passte, erst recht nicht zu der, der Mbunas.
Auch nach mehreren konstruktiven Diskussionen und vor allem EindrĂŒcken von Biotop Becken, insbesondere hier bei Malawi-Germany, habe ich mich dazu entschlossen, etwas zu Ă€ndern. Nach und nach habe ich mir sehr große und mittelgroße RZ Module besorgt, mir Tipps geholt, wie man den weißen Sand abdunkeln könnte und eine schwarze RĂŒckwandfolie (selbstklebend) besorgt. Da mittlerweile der Umzug vor der TĂŒr stand habe ich mir fest vorgenommen, nach dem Umzug alles auf "Biotop" umzubauen, auch wenn ich in der Zwischenzeit bereits die Riff-Keramik durch 3 RZ Module ersetzt hatte. Nach dem Umzug war es dann soweit. Der alte Sand wurde mit dem neuen steingrauen mit gröberer Körnung gemischt.
 
SĂ€mtliche RZ Module fanden Ihren Weg ins Becken und die Natursteine rundeten am Ende das Bild perfekt ab. Dazu die schwarze RĂŒckwand, die dem Becken eine besondere Mystik und tiefe verleihen. Alles in allem bin ich sehr froh diesen Weg gegangen zu sein. Warum? Nun, meine Fische danken es mir. Es ist einfach wunderbar zu sehen, wie die natĂŒrlichen Instinkte der Tiere zum Vorschein kommen.
Die Art und Weise, wie sich Mbunas in einer natĂŒrlichen Umgebung verhalten, ist einfach einzigartig und entschĂ€digt zu mehr als 100% die MĂŒhen und die Kosten. Jeder, der noch Lochgestein, Riffkeramik, Plastikfiguren oder Ă€hnliches in seinem Becken hat, sollte sich zumindest mal mit dem Gedanken befassen ein Biotop-Aquascape zu schaffen. Man könnte es mit einem Gang in den Zoo vergleichen. Es wĂ€re doch schrĂ€g, wenn Löwen und Tiger in einem Gehege fĂŒr Pinguine gehalten werden wĂŒrden. Genauso verhĂ€lt es sich m.M nach in der Aquaristik, besonders, wenn man sich grĂ¶ĂŸere Becken, wie fĂŒr Malawi-Buntbarsche nötig, ins Wohnzimmer stellt. Ich hoffe vielen hier eine Inspiration zu sein. Eure Fische werden es Euch danken!
 
Becken vorher
 
Bericht: Malawi-Germany & Sören Anspach
Bilder: Sören Anspach