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Aquarium
Alles ĂŒber unsere Malawisee-Aquarien

Plant man ein Malawiaquarium zu gestalten, mĂŒssen einige "Basics" vorher geklĂ€rt sein

720L Malawi
Wir möchten euch hier eine kurze PlanungsĂŒbersicht und ein paar Tipps zur Planung geben. NatĂŒrlich könnt ihr auch anders vorgehen. Dennoch empfehlen wir, sich "grob" an diesen Plan zu halten, wenn man grade frisch in die Materie der Malawiseecichliden einsteigt.
 

Planung:

  • Welchen Besatz strebe ich an?
    • Erst, wenn klar ist, welchen Besatz man anstrebt, lĂ€sst sich alles weitere planen
    • Sollte die BeckengrĂ¶ĂŸe platztechnisch schon vorgegeben sein, kann man den Besatz natĂŒrlich auch fĂŒr die entsprechende BeckengrĂ¶ĂŸe planen.
 
  • Die BeckengrĂ¶ĂŸe:
    • Da wir den groben Besatzplan nun schon kennen, lĂ€sst sich die benötigte BeckengrĂ¶ĂŸe bestimmen. NatĂŒrlich gilt hier wie immer "je grĂ¶ĂŸer, desto besser". 
    • Meist ist es gĂŒnstiger, sich das Becken, Abdeckung und Unterschrank einzeln zu besorgen, bzw. sich Angebote von verschiedenen Aquarienbauern einzuholen. Damit fĂ€hrt man meist gĂŒnstiger, als bei den "rundum sorglos Fertigpaketen". UnterschrĂ€nke lassen sich auch relativ leicht und gĂŒnstig selber bauen. Wir haben eine kleine Rubrik zusammen gestellt. Schaut mal rein
 
  • Technik:
    • Wie möchte ich filtern? HMF/Innenfilter, Außenfilter (Topf), Filterbecken?
    • Wir benötigen eine passend dimensionierte Heizung (Heizstab)
    • Beleuchtung - Hier stehen viele Möglichkeiten zur Auswahl. Man sollte sich natĂŒrich bestenfalls fĂŒr LEDs entscheiden. Kleiner Tipp: Besser mehrere kleine LED-Leisten, als eine Große. Tageslichtsimulation? Hier empfehlen wir meist den "TC420" als Lichtcontroller. Dieser ist mit ~25€ recht gĂŒnstig und vollkommen ausreichend.
    • Wasserwechselzubehör? Da wir einen wöchentlichen Wasserwechsel von ~50-70% durchfĂŒhren, möchten wir natĂŒrlich nicht jede Woche Eimer schleppen. Also stehen ausreichend langer Schlauch und ein entsprechender Adapter zum Anschluss an den Wasserhahn auf dem Einkaufszettel. An einem Bogenrohr zum EinhĂ€ngen des Schlauches im Aquarium und einem kleinem Filterschutzkorb, oder sonstigem, damit keine Fische eingesaugt werden können, sollte nicht gespart werden
 
  • Bodengrund:
    • Bevor wir uns große Gedanken ĂŒber den Bodengrund machen, sollten wir eine entsprechend große Plexiglasplatte zum Schutz des Glasbodens organisieren. Die Platte wird in das SAUBERE und LEERE Aquarium eingebracht. Es darf KEIN Sandkorn unter der Platte sein! Wir empfehlen, den SAUBEREN Bodengrund mit ein paar Tropfen Wasser zu besprĂŒhen, damit die Platte sich selbststĂ€ndig festzieht. Kleben ist nicht notwendig! Die Plexiglasplatte schĂŒtzt unser Glas vor der Einrichtung. Viele verwenden noch Styropor. Davon ist allerdings abzuraten, da Styropor mit der Zeit gammeln kann, oder giftige Stoffe ans Wasser abgeben kann. Gehen wir auf Nummer sicher und wĂ€hlen die Plexiglasplatte!
    • Der Bodengrund sollte unsere Basis bilden. Da unsere Malawiseecichliden Sandboden aus ihrer eigentlichen Heimat gewohnt sind, wollten wir ihnen auch diesen Bodengrund im Aquarium anbieten. Zudem benutzen die Cichliden den Sand zur SpĂŒlung der Kiemen. Dies wĂ€re mit Kies nicht möglich.Es empfiehlt sich, keinen zu hellen (weißen) Sand zu verwenden. Beiger Natursand, oder Flusssand eignet sich am besten fĂŒr unser vorhaben. NatĂŒrlich sind auch brauner, oder anderer dunkler Sand gern gesehene BodengrĂŒnde im Malawibecken. Der etwas dunklere Sand reflektiert das Licht nicht mehr so stark, was unseren Tieren zu Gute kommt.Wichtig:Malawiseecichliden sind wahre Baumeister und lieben es, im Sand zu graben. Somit sind grade bei Mbuna Steinaufbauen schnell untergraben, wenn man nicht darauf achtet, die Steine (Deko) direkt auf die Plexiglasplatte zu positionieren. Oft wird empfohlen, zuerst die Steine einzubringen und anschließend den Sand im Aquarium zu verteilen. Somit kann man ein untergraben der Steine von vorn herein ausschließen.Diese Methode funktioniert aber nur bei Neueinrichtungen. Bei eventuellen Neugestaltungen nimmt man in den seltensten FĂ€llen den Sand wieder komplett raus. Hier empfiehlt sich eine weitere Methode. Man kann die Steine mit leichtem drehen und schieben in den Sand graben, bis man auf der Plexiglasplatte ankommt. Dies sollte aber behutsam geschehen. Zum einen schĂŒtzt man die Steinaufbauen so vor dem Untergraben und einem möglichem Einsturz, zum anderen wirkt es natĂŒrlicher, wenn die Steine in den Sand gegraben sind. Auch Kunststeine sollte man im Sand eingraben, um von dem optischem Effekt zu profitieren. Anmerkung: Um LufteinschlĂŒsse im Sand zu vermeiden, empfiehlt es sich vorher das Aquarium ein paar cm mit Wasser zu fĂŒllen und den Sand erst anschließend einzubringen. Wurde der Sand nun eingebracht (Man sagt, dass 5cm FĂŒllhöhe locker ausreichen - Sofern man keine Arten pflegt, die bevorzugt Sandburgen anlegen, wie z.B. einige Lethrinopsarten). Geht es schon an das Hardscape.
 
  • Hardscape?! Was ist das?Das Hardscape beschreibt die grobe Gestaltung unserer Einrichtung. Im Falle eines Malawibeckens, sprechen wir also vom Aufbau der Steine. Welche Steine hier zu empfehlen sind, kann hier nachgelesen werden. Es sei kurz vorweg gesagt, dass sich nicht nur mit Echtsteinen, sondern auch mit Kunststeinen wunderbar dekorieren lĂ€sst. Vor und Nachteile werden in der eben genannten Kategorie besprochen.Beim Steinaufbau mit Echtsteinen muss auf jeden Fall darauf geachtet werden, dass die Steine sicher "gestapelt" werden. Das Ziel ist es, dem Besatz entsprechend einen Lebensraum zu gestalten. Ob es sich um die Übergangs-, Fels- oder Sandzone handelt, sollte im voraus ja schon geklĂ€rt sein.Beispielaquarien dazu findet man *hier*.Bilder aus dem natĂŒrlichem Lebensraum findet man *hier*.Ist das Hardscape erst einmal fertig, geht es an die Feinheiten. Der Bodengrund kann optisch noch mit Kies, oder gröberen Kieseln versehen werden. Außerdem bieten sich auch Muscheln, oder SchneckenhĂ€user an, welche im Sand verteilt werden. Dies lĂ€sst den Bodengrund natĂŒrlicher wirken.
 
Beitrag: Malawi Germany
Bilder: Steven Sasin