Mbuna
Artenverzeichnis

Pseudotropheus livingstonii

Pseudotropheus livingstonii usisya.peteBarnes
 

Vorkommen:

Diese Art wird Seeweit in der Sandzone gefunden, wo dieser Buntbarsch Schneckenhäuser der im Malawisee endemisch lebenden Lanistes njassanus bewohnt.
 

Größe:

Männchen: ca. 10 cm
Weibchen: ca. 8 cm
 

Besonderheit:

Ursprünglich war dieser Buntbarsch in der Felszone beheimatet. Sein geringes Durchsetzungsvermögen hat aber dazu geführt, dass er von den anderen Mbuna aus der Felszone verdrängt wurde. Somit musste er sich seine Niesche in der Sandzone suchen. Hier lebt er nun in leeren Schneckenhäusern, der im Malawisee endemisch lebenden Schnecke "Lanistes njassanus".
Im Aquarium reicht ihm eine normale Felszone. Wer es aber "naturgetreu" haben möchte, kann ihnen große Schneckenhäuser zur Verfügung stellen. Ob er diese Schneckenhäuser im Aquarium aber annimmt, ist aber fraglich.
 

Ernährung:

Da er aus der Felszone "verbannt" wurde, musste auch eine andere Futterquelle gesucht werden. Die Nahrungsaufnahme über Felsaufwuchs bleibt ihm verwehrt. Somit hat er sich darauf spezialisiert, Phytoplankon im offenen Wasser zu fressen. Außerdem stehen Wirbellose Sandbewohner auf seinem Speiseplan.
Theoretisch zählt er zu den carnivoren Fressern. 
Im Aqurium sollte das Futterangebot aber eher limnivor ausfallen, da die Tiere sonst oft unnötig groß werden. Daher ist eine Vergesellschaftung mit anderen limnivoren Mbuna gar kein Problem!
 

Sozialverhalten:

Die Pseudotropheus livingstonii sind innerartlich aggressiv und verteidigen ihre Reviere streng gegen Artgenossen, da die Anzahl an freien Schneckenhäusern in freier Natur doch stark begrenzt ist. Anderen Arten gegenüber weist dieser Mbuna keine Aggressivität auf. Wir beschreiben M. lanisticola als sehr ruhigen Fisch, der keine zu stressigen und durchsetzungsstarken Mitbewohner mag.
 

Aquariumgröße und Geschlechterverhältnis:

Aquarium ab 240L mit mindestens 120cm Kantenlänge und 40cm Tiefe. Aber auch hier gilt, die Grundfläche ist ausschlaggebend!
Vorgeschlagenes Geschlechterverhältnis ist mit einem Männchen zu 3 bis 4 Weibchen zu empfehlen ( 1/3-4 ) ein Verhältnis 1 zu 1 stellt auch kein Problem dar.
Im Artenbecken, oder in größeren Aquarien (Ab 150cm Kantenlänge) kann man die Vergesellschaftung mit mehreren Männchen und ebenso vielen Weibchen wagen. Allerdings ist darauf Wert zu legen, dass ausreichen Reviere zur Verfügung stehen. Wir empfehlen dafür aber noch größere Aquarien!
 
 
 
 
Beitrag: Malawi Germany
Bilder: Pete Barnes